Sonntag, 1. Januar 2012
Freitag, 30. Dezember 2011
Donnerstag, 8. Dezember 2011
Theorie II
Heute folgt der angekündigte zweite Teil. Seit dem vergangenen Post ist etwas Zeit vergangen. Ich hatte zuletzt viel zu erledigen und kam leider nicht dazu, den Blog aktuell zu halten.
Der zweite Theorie-Block soll den Blick auf einige hilfreiche Webseiten lenken. Einige mehr oder weniger bekannte Drachenpiloten haben zum Teil außerordentlich gute Arbeit geleistet und viel Wissen gebündelt.
www.wardley.org
Andy Wardley sollte jedem, der sich näher mit Lenkdrachen beschäftigt, bekannt sein. Für die, die ihn nicht kennen: Andy hat gemeinsam mit Tim Benson u.a. den Deep Space entwickelt und gilt als einer der Pioniere des Freestyle-Fliegens.
Auf seiner Internetpräsenz hat er einige Tricks und Tipps veröffentlicht, die bei der Entwicklung oder dem Tuning eines Drachens hilfreich sind.
www.iannewham.com
Ian Newham ist genau wie Andy Wardley ein britischer Drachenenthusiast. Er hat den Thornback entwickelt und liefert dank seiner Entwicklungserfahrung eine interessante Beschreibung von grundsätzlichen Variablen des Drachenbaus. Nicht zuletzt wegen seiner Erklärungen habe ich mit der Entwicklung meines ersten Trickdrachens, dem Magnet, begonnen.
Kite Theory
Eine wahre Quelle des Glücks ist der Blog von Walt Park. Ich kenne Walt nicht und weiß nicht, unter welchem Nickname er möglicherweise in einem Drachenforum zu finden ist. Aber ich weiß, dass Walt ein wahnsinnig interessantes Kompendium der Drachenentwicklung geschaffen hat!
Der zweite Theorie-Block soll den Blick auf einige hilfreiche Webseiten lenken. Einige mehr oder weniger bekannte Drachenpiloten haben zum Teil außerordentlich gute Arbeit geleistet und viel Wissen gebündelt.
www.wardley.org
Andy Wardley sollte jedem, der sich näher mit Lenkdrachen beschäftigt, bekannt sein. Für die, die ihn nicht kennen: Andy hat gemeinsam mit Tim Benson u.a. den Deep Space entwickelt und gilt als einer der Pioniere des Freestyle-Fliegens.
Auf seiner Internetpräsenz hat er einige Tricks und Tipps veröffentlicht, die bei der Entwicklung oder dem Tuning eines Drachens hilfreich sind.
www.iannewham.com
Ian Newham ist genau wie Andy Wardley ein britischer Drachenenthusiast. Er hat den Thornback entwickelt und liefert dank seiner Entwicklungserfahrung eine interessante Beschreibung von grundsätzlichen Variablen des Drachenbaus. Nicht zuletzt wegen seiner Erklärungen habe ich mit der Entwicklung meines ersten Trickdrachens, dem Magnet, begonnen.
Kite Theory
Eine wahre Quelle des Glücks ist der Blog von Walt Park. Ich kenne Walt nicht und weiß nicht, unter welchem Nickname er möglicherweise in einem Drachenforum zu finden ist. Aber ich weiß, dass Walt ein wahnsinnig interessantes Kompendium der Drachenentwicklung geschaffen hat!
Samstag, 26. November 2011
Theorie I
Anders als ein kürzlich wieder in der Öffentlichkeit aufgetretener Ex-Politiker möchte ich gerne meine Quellen bei der Drachenkonstruktion offenlegen und auf diesem Weg einigen Menschen danken, die mir besonders während der Entwicklung meines ersten Drachens einige Zusammenhänge erklärt haben und mich bei Problemen mit Tipps unterstützt haben.
Inspiriert wurde ich von Thorsten Mikus, dem Entwickler der Black Pearl. Kurz vor dem Drachenfest 2010 in Wittenberg kamen wir über einige meiner Videos in Kontakt und er erzählte von seinem bald erscheinenden Drachen. In Wittenberg konnte ich die Black Pearl UL für einen kurzen Moment fliegen und war sofort begeistert.
In der Folgezeit wurde ich mit jeweils einem UL und einer PRO ausgestattet und flog was das Zeug hielt. In dieser Zeit entstanden einige Black Pearl Videos, unter anderem dieses hier:
Bis dato hatte ich nie einen Gedanken an eine Eigenentwicklung verschwendet. Durch den Kontakt mit Thorsten änderte sich diese Einstellung jedoch langsam. Je mehr wir uns austauschten, desto größer wurde die Ahnung, wie toll es sein müsste, seinen eigenen Drachen zu fliegen. Weihnachten 2010 war es soweit.
Ich nutzte die Feiertage um ein erstes Shape zu zeichnen. Mit der Hilfe meines Vaters digitalisierte ich es, baute eine Schablone und fuhr einen Tag vor Silvester zu MaPe nach Bramsche. Dank seiner Hilfe saß ich das erste Mal an einer Nähmaschine, nähte mein erstes Segel und konnte am Neujahrstag meinen ersten selbstgebauten Drachen fliegen.
Was für ein Gefühl - seit diesem Moment weiß ich, wie geil es ist, etwas selbst geschaffenes hoch- und quer zu ziehen!
Ich nutzte die Feiertage um ein erstes Shape zu zeichnen. Mit der Hilfe meines Vaters digitalisierte ich es, baute eine Schablone und fuhr einen Tag vor Silvester zu MaPe nach Bramsche. Dank seiner Hilfe saß ich das erste Mal an einer Nähmaschine, nähte mein erstes Segel und konnte am Neujahrstag meinen ersten selbstgebauten Drachen fliegen.
Was für ein Gefühl - seit diesem Moment weiß ich, wie geil es ist, etwas selbst geschaffenes hoch- und quer zu ziehen!
Ich kaufte mir schließlich eine eigenen Nähmaschine und fing an, immer neue Prototypen zu nähen. Während dieser Zeit waren Bernd und Thorsten von Diamondkites stete Gesprächspartner, mit denen ich mich über Positionen und Längen von Stand-Offs, Waagekonstruktionen und Schwerpunkte austauschte. Ebenso war Heiko von Alphakites immer wieder Ansprechpartner, vor allem wenn es um die Hintergründe ging. Den meisten im Drachenforum wird es bekannt sein, Heiko verfügt über außerordentliches Wissen und ich freue mich, einige Dinge von ihm gelernt zu haben. Er geht sehr kalkulierend, beinahe wissenschaftlich an die Drachenkonstruktion heran.
Mein Verständnis für physikalische Zusammenhänge ist bei allem Interesse nicht besonders groß, weswegen ich meine Drachen eher intuitiv, sozusagen per Augenmaß und Gefühl, entwickle. Das dieser Weg des vielen Ausprobierens und anschließenden Schlussfolgerns nicht verkehrt ist, habe ich von Thorsten Mikus gelernt. Selbstverständlich gibt es einige Prinzipien, die man mit der Zeit kennen lernt (Backspins werden u.a. durch die Position der inneren Stand-Offs massiv beeinflusst), im Prinzip ist die Drachenkonstruktion jedoch ein langer Prozess des Testens, ehe man zufrieden ist.
Wie sagt man, viele Wege führen nach Rom!
Und warum schreibe ich das alles? Erst einmal möchte ich den erwähnten Personen Danke sagen. Danke, dass ihr mich unterstützt habt und mir Dinge erklärt habt, wenn ich selber nicht weiterkam! Außerdem möchte ich alle Leser ermutigen, die mit dem Gedanken spielen, ebenfalls etwas eigenes zu bauen. Fragt nach, erkundigt euch, probiert aus - das alles ist legitim, denn am Ende ist es doch eure Arbeit. Ihr probiert, ihr testet, ihr stimmt ab!
Und warum schreibe ich das alles? Erst einmal möchte ich den erwähnten Personen Danke sagen. Danke, dass ihr mich unterstützt habt und mir Dinge erklärt habt, wenn ich selber nicht weiterkam! Außerdem möchte ich alle Leser ermutigen, die mit dem Gedanken spielen, ebenfalls etwas eigenes zu bauen. Fragt nach, erkundigt euch, probiert aus - das alles ist legitim, denn am Ende ist es doch eure Arbeit. Ihr probiert, ihr testet, ihr stimmt ab!
Für weitere Hilfsquellen werde ich in den kommenden Tagen einen zweiten Teil schreiben, in dem ich mehrere Internetseiten zusammentragen und beschreiben möchte. Auch auf diese Weise wurde ich inspiriert oder habe Erklärungen gefunden, die mein Wissen erweitert haben!
Montag, 21. November 2011
Flaute
Sollte es bereits jemanden geben, der dieses Blog regelmäßig besucht und nach Neuigkeiten sucht: In Göttingen herrscht absolute Flaute. Eine so lange potenzielle SUL-Testphase habe ich hier noch nie erlebt!
In den vergangenen drei Wochen gab es ungefähr drei Tage mit Wind über der 5 km/h Grenze. Mit dem Ziel, einen STD-Drachen zu entwickeln und dem Wunsch möglichst viel testen zu können, ist das natürlich frustrierend. Dazu kommt, dass es bereits um 17.00 Uhr so dunkel ist, dass sich das Fliegen nicht mehr lange lohnt.
In der Zwischenzeit habe ich mir Gedanken über das weitere Design des Drachen gemacht und habe einige Ideen festgehalten. Sobald ich mich entschieden habe, wird es an dieser Stelle beschrieben.
Außerdem setzte ich mich mit der Länge und der Position der Stand-Offs auseinander. Durch einige (Rückwärts-)Laufarbeit am heutigen Nachmittag habe ich den Eindruck gewonnen, die derzeit optimale Position gefunden zu haben.
Besonders der innere Stand-Offs, u.a. verantwortlich für die Backspin-Fähigkeit hat mich beschäftigt. Der Grund lag allerdings nicht im Backspin. Befand sich der Stand-Off zu weit innen, verfügte der Kite über zu wenig Kielfläche für eine gesunde Taz-Rotation. Einen Zentimeter weiter außen positioniert, rotierte die Taz deutlich besser. Allerdings verschlechterte sich die Axel-Cascade deutlich, da der Drachen ständig übersteuerte. Durch ein weiteres Loch zwischen den bisherigen Positionen habe ich einen guten Mittelwert gefunden. Die Taz-Machine lässt sich angenehm auslösen, ohne das die Axel-Cascade darunter leidet.
Nun beschäftigt mich vor allem die Länge der Stand-Offs und eine weitere Profilierung der Leitkante. Der Drachen verfügt über relativ wenig Bauch und manchmal habe ich das Gefühl, dass er dadurch sehr radikal weil schnell instabil wird.
Die zusätzliche Profilierung der Leitkante überlege ich, weil die Rotationsfähigkeit der Taz-Machine noch einmal begünstigt werden könnte. Außerdem könnte das Mehr an Tuch die Schwebefähigkeit steigern.
Dienstag, 15. November 2011
Taz-Machine-Test
Heute Mittag war ich für eine knappe dreiviertel Stunde auf der Wiese. Es war nebelig, sehr kalt und gab einen bloß Hauch von Wind. Den Windmesser hatte ich nicht im Gepäck, war während der Tricks jedoch ausschließlich in der Rückwärtsbewegung und musste den Drachen immer wieder nach vorne tragen.
Im Gegensatz zu der Session am Sonntag ging allerdings schon deutlich mehr und ich habe festgestellt, dass die Taz-Machine tatsächlich geknackt ist. Sie ist nicht so leicht auszulösen wie bei meinem Magnet (meine erste Entwicklung), aber sie kam und mit etwas Eingewöhnung auch nachvollziehbar und ansehnlich!
Alle restlichen Tricks waren ebenfalls machbar. Selbstverständlich noch nicht 100%ig und so wie ich sie mir vorstelle, aber definitiv nachvollziehbar anzusteuern.
Multilazies und besonders die Backspins waren noch leichtgängier als bei den zwei ersten Segeln. Axel-Cascaden brauchten dagegen genaue Ansteuerung, damit sie nicht übersteuerten. Dies hängt sicherlich mit der erhöhten Taz-Willigkeit und der generellen Streckung des Drachens zusammen, wird aber durch Waagetuning sicherlich zu balancieren sein.
Einziger Minuspunkt des heutigen Tages war der fehlende Grunddruck. Ich bin mir nicht sicher, ob es an dem fehlenden Wind lag - immerhin fliege ich einen STD-Drachen - oder ob es generell eine Einstellungssache ist. Das verschieben des äußeren Stand-Offs hin zur Flügelspitze brachte jedenfalls etwas mehr Feedback an die Leinen und verbesserte außerdem den Geradeausflug. Hier gilt es in der nächsten Session anzuknüpfen und den Kompromiss aus Feedback und Trickfähigkeit herzustellen!
Sonntag, 13. November 2011
Jungfernflug, die Dritte!
Nachdem ich am gestrigen Tag den Proto 002 fertiggestellt habe, fand ich heute nachmittag Zeit, den Drachen auszuprobieren.
Kurz zu der Namensgebung: Das erste Segel hat von mir die Bezeichnung 000 bekommen, es schlug sozusagen die Stunde Null meines Projektes. Richtig begonnen hat es mit dem zweiten Segel, der Nummer 001. Nun ist das dritte Segel, also das zweite überarbeitete, entsprechend mit der Nummer 002 gekennzeichnet.
Ein wirklich positiver Nebeneffekt bei der Entwicklung von Drachen die Möglichkeit, jeden Wind und jedes Wetterfür Testzwecke nutzen zu können, um die Konstruktion bei jeglichen Bedingungen zu testen. Heute war tatsächlicher Nullwind, dass bedeutet erschwerte Bedingungen für den Jungfernflug eines STD-Drachens. Insofern sind alle heute geschilderten Ersteindrücke mit höchster Vorsicht zu genießen und müssen in weiteren Sessions überprüft werden!
Am Boden wirkte die gesamte Konstruktion zunächst gewöhnungsbedürftig. Die Flügel sind immernoch vergleichsweise schlank und verlaufen mit großer Streckung. Am Himmel empfand ich den Drachen jedoch als angenehm und so, wie ich ihn mir vorgestellt habe.
Tatsächliches Fliegen war aufgrund der Bedingungen kaum möglich, ich beschränkte mich daher auf Flapjacks zur Kontrolle der Multilazy- und Cyniqueeigenschaften, das Anwippen zum Yoyo, das horizontale Anfliegen zur Taz-Machine sowie den Fadestart zur Kontrolle der Backspins. Letztere kamen in jeder getesteten Einstellung sehr flach und waren eine Freude! Auch das 1-pop-Yoyo war nach wie vor sehr einfach, wenn auch etwas langsamer als bisher. Wie erwartet scheint der etwas vergrößerte Kielbereich des Segels Wirkung zu zeigen.
Die Slotmachine kam dadurch fast noch schwebender und tauchte deutlich langsamer weg. Die Möglichkeit eines Leinenfängers aufgrund unsauberer Ansteuertechnik wird so reduziert. Unverändert rotierte der Kite durch die Multilazy und auch die Cynique war weiterhin reproduzierbar möglich.
Der interessanteste Move sollte die Taz-Machine sein. Das angeglichende Segelshape scheint Wirkung zu zeigen. Mit minimal angeglichenen Stand-Offs klappte der Drachen nicht mehr in den Turtle, sondern rotierte auf dem Bauch. Die alles entscheidende Frage wird nun sein, ob der Trick in normalen Bedingungen reproduzierbar sein wird und wie der Drachen sich im Geradeaus- und Eckenflug und weiteren Tricks(-kombinationen) verhalten wird!?
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